Jungs in einer Sporthalle mit Plastik-Hockeyschlägern, die am Projekt Toben macht schlau teilnehmen

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Projektsteckbrief: Toben macht schlau (KiSS)

Hintergrund

Es ist nachgewiesen, dass Bewegung wichtig für das gesunde Aufwachsen von Kindern ist. Trotz dieses Wissens mangelt es in Kitas und Grundschulen häufig an qualifizierten Bewegungsangeboten. Insbesondere Kinder aus sozial benachteiligten Elternhäusern finden schwer Zugang zum Sport, da die materiellen und immateriellen Ressourcen dafür oft fehlen. 

Damit möglichst viele Kinder einen gesicherten und langfristigen Zugang zu Bewegung, Spiel und Sport erhalten, muss die Zusammenarbeit zwischen Kitas, Grundschulen und Vereinen ausgebaut werden und dauerhaft angelegt sein. Um dies in Bielefeld zu erreichen, arbeitet die Bielefelder Turngemeinde von 1848 e.V. mit der Reinhard Mohn Stiftung im Projekt Toben macht schlau zusammen. 

Seit dem Projektbeginn im Jahr 2013 wurden Kooperationen mit sechs Kindertagesstätten und Familienzentren, einer Jugendhilfeeinrichtung, sieben Grundschulen sowie einer weiterführenden Schule geschlossen. Insgesamt konnten rund 2.200 Kinder an 143 Bewegungs-, Spiel- und Sportangeboten der Bielefelder Turngemeinde gefördert werden. 

     

Entwicklungen

Im Jahr 2017 hat sich die Zahl der Angebote von 31 auf 27 reduziert. Die Anzahl der teilnehmenden Kinder sank jedoch nicht proportional, sondern lediglich um 12 auf 444.  Ein zusätzlicher Arbeitsschwerpunkt lag im Jahr 2017 im regelmäßigen Erfahrungsaustausch zwischen der Bielefelder Turngemeinde, der Schulaufsicht und dem Kreissportbund Gütersloh, der das Projekt Qualität im Ganztag in Gütersloh umsetzt. In den Sitzungen wurden die Fragen zur Zusammenarbeit zwischen Kitas bzw. Grundschulen und Sportvereinen, deren finanzielle Absicherung in Zusammenarbeit mit den Ganztagsträgern und zur zukünftigen Entwicklung der Vereinslandschaft vertieft. Das Projekt Toben macht schlau konnte Erfahrungen, insbesondere zur Kostenkalkulation der Vereinsangebote, einbringen. Kurzfristig werden diese Ergebnisse für die Kooperationen von Schulen und Sportvereinen relevant, weil sie für die Entscheidung von Vereinen, ihre Angebote durch hauptamtlich tätige Mitarbeiter abzusichern eine Hilfestellung bieten.  

Gegen Ende des Jahres wurde mit der Auswertung der Projekterfahrungen und der Entwicklung des Abschlussberichtes begonnen.

„Ich bin der Meinung, dass es ein wirksames Projekt ist, weil der Sport und die Bewegungsangebote dahin kommen, wo die Kinder sind. Die Möglichkeiten für Bewegung aber auch andere künstlerische Angebote müssen vor Ort vorhanden sein.“ 

(Dr. Udo Witthaus, Dezernent für Schule, Bürger und Kultur der Stadt Bielefeld)

Projekt

Toben macht schlau

Zielgruppe

Kinder im Alter von einem Jahr bis acht Jahren und deren Eltern (sozial benachteiligte Familien)

Projektziel

• Das gesunde Aufwachsen (körperliche, soziale und emotionale Entwicklung) von Kindern im Alter von einem Jahr bis acht Jahren wird durch eine qualitativ gesicherte und verlässliche Bewegungsförderung wohnortnah in Kitas und Grundschulen unterstützt.

• Das Konzept und die Strategie sollen in der Projektlaufzeit in Bielefeld ausgeweitet und in benachbarte Kreise transferiert werden. Auf diesem Weg werden bestehende Versorgungslücken für Bewegung, Spiel und Sport geschlossen und langfristig abgesichert.

Standorte

Stadt Bielefeld

Projektlaufzeit

Fördermittel

115.500 Euro

Projektpartner

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