01/13/2019  |  Pressenews

Projekt „Qualität im Ganztag“ bis 2022 verlängert

Im Bild v.l.n.r.: Hans Feuß, Vorsitzender des Kreissportbundes Gütersloh, Rüdiger Bockhorst, Senior Projektmanager Reinhard Mohn Stiftung, und Frank Spannuth, Sportdezernent bei der Bezirksregierung Detmold, freuen sich über die Verlängerung des Projekts „Qualität im Ganztag“ bis 2022. Copyright: Kreissportbund Gütersloh.

Ganztagsschulen und ihre Bildungspartner in Verl, Halle und Versmold arbeiten mit der Bezirksregierung, dem Kreissportbund Gütersloh und der Reinhard Mohn Stiftung an der systematischen Verbesserung ihrer gemeinsamen Angebote im Ganztag.

Mit der neuen Projektlaufzeit ab Januar 2019 stoßen die Kommunen Halle (Westf.) und Verl als neue Projektpartner hinzu. Die in der ersten Projektphase in Versmold gewonnenen Erfahrungen werden allen Projektpartnern in den drei Standorten zur Verfügung gestellt. Bereits Ende des Jahres 2018 haben in Versmold, Verl und Halle Workshops stattgefunden, in denen die beteiligten Schulen, Vereine und die Schulträger ihre Ziele und die Projektumsetzung geplant haben. „Wir haben bereits in den Kommunen eine entwicklungsreiche zweite Projektlaufzeit mit klaren Zielen und Maßnahmen geplant. Spannend wird es sein zu erleben, wie das Lernen voneinander bei der Umsetzung der Maßnahmen erfolgen wird“, sagt Anika Krumhöfner, Koordinatorin des Projektes beim Kreissportbund.

Auch in den letzten Jahren ist der Ausbau der Ganztagsschulen in NRW und in Ostwestfalen immer weiter vorangeschritten. Ein Ganztagsangebot können die Schulen dann anbieten, wenn sie mit Vereinen und weiteren Bildungspartnern aus ihrem Umfeld zusammenarbeiten. Dies hat das Land aufgegriffen und die Bedeutung der Kooperation von Schulen mit den Sportvereinen betont.

Die Grundlage für ein qualitativ hochwertiges Ganztagsangebot ist, dass die pädagogische Arbeit am Vormittag und Nachmittag abgestimmt erfolgt. Hier setzt das Projekt Qualität im Ganztag an. Das Projekt verfolgt das Ziel, die Qualität der Angebote und die Zusammenarbeit im Ganztag zu verbessern, um allen Kindern und Jugendlichen ein gutes Aufwachsen sowie gerechte Teilhabechancen zu ermöglichen. „Ein qualitativ hochwertiger und funktionierender Ganztagsschulbetrieb kann von den Schulen nur dann geleistet werden, wenn sie Kooperationen mit außerschulischen Bildungsanbietern schließen“, sagt Frank Spannuth, Sportdezernent bei der Bezirksregierung Detmold. Die Bezirksregierung beteiligt sich an dem Projekt, „weil wir bei dieser Entwicklung die Qualität der Angebote im Auge behalten müssen“.

Das an dieser Stelle die Qualität noch verbessert werden kann, konnte in der ersten Projektlaufzeit von 2014 – 2018 festgestellt werden. In dieser Zeit wurde das Projekt in Versmold erprobt und evaluiert. „In einer Befragung der Teilnehmer wurde sehr deutlich, dass die Kommunikation zwischen den Lehrkräften und dem Fachpersonal für die Nachmittagsbetreuung an einigen Stellen noch stark holpert. Die Herausforderung der Verzahnung durch bessere Kommunikation tauchte im Projektverlauf immer wieder auf und ist ein zentraler Punkt der Zusammenarbeit!“, berichtet Anika Krumhöfner.

Zudem haben die Kooperationspartner gelernt, wie die Ziele gemeinsam erarbeitet, umgesetzt und überprüft werden können, damit sie im Schulalltag bei den Schülern ankommen. Dabei ist deutlich geworden, wie wichtig die Kommune als Träger des Ganztags ist und ihre Aufgabe, die Ziele der Zusammenarbeit der Bildungspartner mit festzulegen. Hierfür müssen verlässliche Kommunikationsstrukturen innerhalb der Schulen, der Kommune und mit den Bildungspartnern geschaffen werden. Genau dabei unterstützt das Projekt Qualität im Ganztag auch in den kommenden Jahren. Zum Beispiel werden Vereins- und Schulwerkstätten organisiert, in denen die Schulen und Vereine ihre Themen gemeinsam bearbeiten, um die Zusammenarbeit und die Angebote zu verbessern.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Projekt „Qualität im Ganztag“.