12/03/2018  |  Pressenews

Projekt fördert Lese-Rechtschreib-Kompetenzen an Bielefelder Grundschulen

Foto mit Rüdiger Bockhorst, Sevinç Sunar, Martina Dittmar, Christa Merker, Dennis Grünkemeier, Angelika Wandersleb, Kathrin Meise-Waltking, Gitta Trachte, Katja Nolting, Dr. Petra Vogel, Martin Homann
Foto: (v.l.) Rüdiger Bockhorst (Reinhard Mohn Stiftung), Sevinç Sunar (Regionale Schulberatungsstelle Stadt Bielefeld), Martina Dittmar (Schulleiterin Grundschule Windflöte), Christa Merker (Konrektorin Martinschule), Dennis Grünkemeier (Schulleiter Grundschule Milse), Angelika Wandersleb (Leiterin Bültmannshofschule), Kathrin Meise-Waltking (Schulleiterin Hellingskampschule), Gitta Trachte (Schulamt für die Stadt Bielefeld), Katja Nolting (Konrektorin Plaßschule), Dr. Petra Vogel (Konrektorin Hans-Christian Andersen-Schule), Martin Homann (Wellbachschule)

Acht Bielefelder Grundschulen arbeiten gemeinsam mit der Schulaufsicht, der Regionalen Schulberatungsstelle und der Reinhard Mohn Stiftung an der systematischen und Diagnose und Förderung der Lese-Rechtschreib-Kompetenzen ihrer Schüler.

Je nach Erhebung weisen bis zu 20 Prozent aller Grundschulkinder am Ende ihrer Grundschulzeit Defizite im Lesen und Schreiben auf. Sie sind somit nicht ausreichend lese-rechtschreib-kompetent, um ihre Bildungsbiographie in der weiterführenden Schule erfolgreich fortzusetzen und anschließend ohne Schwierigkeiten in das Erwerbsleben zu wechseln.

"Ziel des Projekts ist es, die Lese- und Rechtschreib-Kompetenzen der Grundschulkinder möglichst frühzeitig in den Blick zu nehmen, um die Kinder im Regelunterricht stärkenorientiert und nachhaltig zu fördern", sagt Gitta Trachte, Schulamtsdirektorin, Schulaufsicht Grundschulen, beim Schulamt für die Stadt Bielefeld.

Die Grundschulen werden unterstützt, die systematische und flächendeckende Diagnose und Förderung der Lese-Rechtschreib-Kompetenzen ihrer Schüler erfolgreich umzusetzen, so dass möglichst viele Schüler am Ende ihrer Grundschulzeit lese-rechtschreib-kompetent sind.

Acht Grundschulen nehmen seit dem Schuljahr 2018/19 am Projekt teil. In allen acht Schulen haben die Schulkonferenzen für eine Projektteilnahme gestimmt.

"Uns war wichtig, dass die gesamte Schule hinter der Projektteilnahme steht, denn wir brauchen alle Beteiligten, um uns gemeinsam auf den Weg zu machen, die Lese-Rechtschreib-Kompetenzen unserer Grundschüler noch systematischer zu fördern", sagt Sevinç Sunar, Leiterin der Beratungsstelle.

Aus den Schulen nehmen jeweils zwei Lehrkräfte und die Schulleitung an einer fünfteiligen Qualifizierungsreihe teil. Sie erwerben dort Wissen zur Diagnostik, dem rechtlichen Rahmen, zu Fördermethoden und zur Unterrichtsentwicklung. Zusätzlich erhalten sie Unterstützung bei der Umsetzung der Förderung an ihren Schulen.

Um die Förderung passgenau an den Bedarfen anzusetzen, erheben diese Schulen die Lese-Rechtschreib-Kompetenzen ihrer Erst- und Zweitklässler. Die Schulberatungsstelle berät sie zum Umgang mit den Ergebnissen.

"Wir sind überzeugt, uns mit der Projektteilnahme als gesamte Schule noch weiter professionalisieren zu können“, sagt Oliver Pape, Schulleiter der Hans-Christian-Andersen-Schule.

Die Teilnehmerschulen erhalten die beschriebene Unterstützung aus dem Projekt, übernehmen aber im Gegenzug auch viel Verantwortung: Sie transportieren die Qualifizierungsinhalte in das gesamte Kollegium, diagnostizieren jährlich die Lese-Rechtschreib-Kompetenzen ihrer Schüler, nutzen die Ergebnisse für die Weiterentwicklung der eigenen Schule und des schulischen Förderkonzepts, vernetzen sich mit den anderen sieben Teilnehmerschulen und arbeiten langfristig mit den Projektpartnern zusammen.

Die Erfahrungen der acht Grundschulen fließen in die Weiterentwicklung des Projekts ein, denn in den kommenden Jahren soll das Projekt für weitere interessierte Schulen geöffnet werden.