11/27/2019  |  Pressenews

Bessere Bildungschancen für viele tausend Kinder in Ostwestfalen

Jahresbericht 2018 vorgestellt
Stephan Kern, Schulaufsicht für die Grundschulen im Kreis Gütersloh; Dr. Thomas Rottmann, Universität Bielefeld, Fakultät für Mathematik; Sevinç Sunar, Regionale Schulberatungsstelle der Stadt Bielefeld; Christoph Mohn, Vorstandsvorsitzender der Reinhard Mohn Stiftung; Erkan Uysal, Vorstandsmitglied der Reinhard Mohn Stiftung (v.l.n.r.)

- Partnernetzwerk erfolgreich ausgebaut:
Aktuell 14 Projekte mit 160 Kindertagesstätten und Schulen

- Projekt zur „Prävention von Rechenschwierigkeiten“ erreicht über die Hälfte aller Erstklässler in Bielefeld und Gütersloh

- Fördervolumen von 4,4 Mio. Euro seit Start der Stiftung 

 Die Reinhard Mohn Stiftung hat auch 2018 ihre Projektarbeit ausgebaut und die gewonnenen Erfahrungen neuen Standorten bereitgestellt.

Mit derzeit 14 Bildungsprojekten in 160 Kitas, Schulen und Berufskollegs erreicht sie rund 20.000 Schülerinnen und Schüler. Sie verfolgt das Ziel, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in Ostwestfalen, unabhängig von ihrer Herkunft oder sozialen Lage, zu verbessern.

Dabei konzentriert sich die Reinhard Mohn Stiftung gezielt auf regionale Projekte in Ostwestfalen-Lippe. Im Geschäftsjahr 2018 hat die Reinhard Mohn Stiftung insgesamt rund 860.000 Euro für gemeinnützige Tätigkeiten bereitgestellt. Das gab die Stiftung anlässlich der Vorlage ihres neuen Jahresberichts bekannt.

Seit dem Start der Reinhard Mohn Stiftung bis Jahresabschluss 2018 summiert sich die Förderung somit auf 4,4 Mio. Euro. In diesem Jahr wird die Stiftung voraussichtlich eine ähnliche Summe wie 2018 aufwenden.

Christoph Mohn, Vorstandsvorsitzender der Reinhard Mohn Stiftung, erläutert: „Im Mittelpunkt unserer Aktivitäten stand 2018 der Ausbau der Projektarbeit und unseres Partnernetzwerks. Wir sind überzeugt, dass die Stiftung nur mit der Expertise der Partner vor Ort unsere gemeinsamen Projekte umsetzen und so bessere Ergebnisse für Kinder und Jugendliche erzielen kann.“

Ein gutes Beispiel für diese Zusammenarbeit ist das Projekt zur „Prävention von RechenSchwierigkeiten“ (PReSch). Gemeinsam mit der Schulaufsicht, den Schulberatungsstellen in Bielefeld und Gütersloh und der Universität Bielefeld fördert die Reinhard Mohn Stiftung Maßnahmen, um in den Schulen die mathematischen Kompetenzen von Kindern konsequent zu verbessern.

Christoph Mohn: „Die Förderung von Rechenkompetenzen ist ein wichtiges Projekt für die Reinhard Mohn Stiftung. Die bisherigen Ergebnisse stimmen uns zuversichtlich. Wir freuen uns daher sehr, dass wir diese Kooperation bis 2022 verlängern konnten. Wir leisten so einen konkreten Beitrag zu besseren Bildungschancen, unabhängig von der Herkunft der Schülerinnen und Schüler.“

Das Projekt „Prävention von Rechenschwierigkeiten“ setzt frühzeitig an, bevor Rechenschwächen auftreten können. Bis August 2018 haben 76 Schulen aus dem Kreis Gütersloh und der Stadt Bielefeld an diesem Projekt teilgenommen. Bis heute beteiligten sich über einhundert Schulen. Seit 2014 wurden 162 Lehrer geschult. In den Schulen wurden die Erstklässler z.B. auf deren Zahl- und Mengenverständnis hin beobachtet und erhielten bei festgestellten Rechenschwierigkeiten frühzeitig eine besondere Förderung.

Stephan Kern, Schulaufsicht für die Grundschulen im Kreis Gütersloh, erläutert: „Rechenschwäche - häufig auch als Rechenstörung oder Dyskalkulie bezeichnet - ist keine Krankheit, die einer speziellen Therapie bedarf. Kindern mit Rechenschwierigkeiten mangelt es an tragfähigen Grundvorstellungen von Zahlen und Operationen, die nur durch eine möglichst frühzeitige und fachdidaktisch fundierte individuelle Förderung überwunden werden können.“

Dr. Thomas Rottmann von der Universität Bielefeld, Fakultät für Mathematik, ergänzt: „Die Ergebnisse zeigen deutlich: Die teilnehmenden Lehrkräfte nehmen PReSch durchgängig als sehr gewinnbringend für ihre Arbeit wahr. PReSch hilft ihnen bei der Unterstützung von Kindern mit Rechenschwierigkeiten. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass die Kinder stark von den Fördermaßnahmen profitieren.“

Sevinç Sunar, Regionale Schulberatungsstelle der Stadt Bielefeld, betont: „Alles was wir an die Lehrkräfte und Schulen vermitteln, soll unmittelbar bei den Schülern ankommen. Die Schüler sollen auf ihrem Bildungsweg nicht mehr unter ihren Rechenschwächen leiden.“

Über die Reinhard Mohn Stiftung: Die Reinhard Mohn Stiftung verfolgt das Ziel, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern, unabhängig von ihrer Herkunft oder der sozialen Lage. Der regionale Fokus der Stiftungsarbeit liegt in Ostwestfalen-Lippe. Projekte werden in der Regel in Kooperation mit Partnern in der Region durchgeführt.

Weitere Informationen zum Projekt Prävention von Rechenschwächen finden Sie hier.

Den Jahresbericht 2018 der Reinhard Mohn Stiftung erhalten Sie hier (PDF, Download):
https://jahresbericht2018.reinhard-mohn-stiftung.de/

Für Rückfragen:
Rüdiger Bockhorst,
Telefon 05241-80 41825
ruediger.bockhorst@reinhard-mohn-stiftung.de

Oliver Vorndran
Telefon 05241-80 82006
oliver.vorndran@reinhard-mohn-stiftung.de