11/25/2016  |  Pressenews

Gelingende Übergänge in das Leben und in den Beruf

Susanne Koch (Kreisdirektorin), Maximilian Kuntze (Schulrat), Christoph Mohn (Vorsitzender der Reinhard Mohn Stiftung), Gudrun Mackensen (Leiterin der Abteilung Bildung), Christiane Hölker (Schulleiterin der Hermann-Hesse-Schule) bei der Vorstellung des Projekts "Gelingende Übergänge in das Leben und in den Beruf

Übergangsprozesse vom Jugend- ins junge Erwachsenenalter sind mit einer Reihe von Anforderungen an die jungen Menschen, deren Familien und Schule verbunden. Es ist ein wichtiger Lebensabschnitt, in dem Bildungsentscheidungen getroffen werden, Freundschafts- und Partnerbeziehungen gebildet werden und eine zunehmende Ablösung vom Elternhaus geschieht. Als Folge müssen die Jugendlichen zunehmend mehr Verantwortung für das eigene Leben übernehmen.

„Insbesondere Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf benötigen nach unseren Erfahrungen zur gelingenden Bewältigung dieser Aufgaben besondere Unterstützung“, so Christiane Hölker, Schulleiterin der Hermann-Hesse-Schule. Daher hat die Schule zusammen mit dem Kreis Gütersloh, der zuständigen Schulaufsicht und der Reinhard Mohn Stiftung ein Konzept entwickelt, das die Jugendlichen unterstützen soll, diese Übergangsprozesse erfolgreich zu bewältigen.

Auch Kreisdirektorin Susanne Koch findet lobende Worte: „Ich freue mich, dass die Reinhard Mohn Stiftung die Hermann-Hesse-Schule bei der Weiterentwicklung der Übergänge unterstützt. Wichtig ist für junge Menschen mit Unterstützungsbedarfen eine verlässliche Begleitung, um neue Lebensbereiche zu erkunden und eigene Wege zu finden. Dieses Projekt hilft dazu durch die Kooperation von schulischen und außerschulischen Partnern auf besondere Weise.“

Schülerinnen und Schüler der Hermann-Hesse-Schule, die zwar nur noch ein geringes Interesse am schulischen Lernen haben, aber ein schulbegleitendes Langzeitpraktikum absolvieren möchten und Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagsprozessen wünschen, können in dieses Projekt aufgenommen werden.

„Das Projektziel besteht darin, den jungen Menschen eine nachschulische Perspektive zu eröffnen, indem sie Selbstwirksamkeit erleben, praktische Erfahrungen gewinnen und die berufliche Orientierung vertieft wird. Weitere wichtige Lernziele hierbei sind ein intensives soziales Lernen sowie das Erlangen von wesentlichen Kompetenzen in den Fächern Deutsch und Mathematik“, berichtet Christoph Mohn, Vorsitzender der Reinhard Mohn Stiftung. Denn durch das Projekt soll zweierlei realisiert werden: Zum einen absolvieren die Schülerinnen und Schüler ein schulbegleitendes Langzeitpraktikum an ein bis vier Tagen pro Woche bei der Arbeitslosenselbsthilfe Gütersloh e.V. bzw. bei der Gütersloher Tafel e.V. Weiterhin sollen sie Unterstützung durch eine Patin oder einen Paten erhalten. Hierfür konnten bereits über den Verein Bürger für Jugend und Ausbildung e.V. erste Paten gefunden werden.

„Es wäre jedoch wünschenswert, wenn sich weitere Menschen finden, die als Paten dieses tolle Projekt unterstützen würden“, führt Schulrat Maximilian Kuntze an. Die Patenschaft wird von der vom Kreis als Schulträger gestellten Schulsozialarbeiterin sowie den Klassenlehrkräften des jeweiligen Jugendlichen intensiv begleitet. Der zeitliche Umfang ist flexibel und eine Mitgliedschaft im Verein Bürger für Jugend und Ausbildung ist nicht erforderlich. Wie oft jemand hilft und in welchem Ausmaß, muss jeder Helfende für sich entscheiden.

„Die Begleitung zum Vorstellungsgespräch bei der Arbeitslosenselbsthilfe oder der Tafel und gemeinsame Freizeitaktivitäten können ebenso zu möglichen Einsatzfeldern der Patinnen und Paten zählen wie das Gespräch über auftretende Schwierigkeiten oder das gemeinsame Aufsuchen der Berufsberatung", so Mathias Fritz und Stefanie Aschhoff-Hartmann als Projektkoordinatoren der Hermann-Hesse-Schule. Wer sich vorstellen kann, als Pate dieses Projekt zu unterstützen, kann sich unverbindlich bei Stefanie Aschhoff-Hartmann melden unter Tel. (05241) 505 271 10; E-Mail: aschhoff@hhs-gt.de.